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JOACHIM VON FIORE
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Wandern auf den Spuren von Joachim von Fiore

Joachim von Fiore gilt als ein großer Theologe, Philosoph und Ordensgründer des Mittelalters. Nun gibt es Initiativen in Kalabrien, durch Wanderwege die Lebens- und Wirk-Orte des Joachim von Fiore zu erschließen.

 

 

EHR EHR INFO


 

1. Wandern in der Umgebung von Cosenza

a) Sentiero del Cannavino/ Weg des Cannavino

Der Sentiero del Cannavino führt von Cosenza herauf in die Sila, entlang dem kleinen Flüsschen Cannavino. Nach rund 8 km gelangt man auf diesem Weg nach Celico, dem Geburtsort von Joachim von Fiore. Joachim von Fiore ist vor allem in seiner Kindheit und Jugend diesen Weg sicher zahllose Male gegangen. (Kartenskizze des Weges und it. Urtext)

Von Celico aus beginnt der Weg, wenn man von den Ruinen des früheren Klosters San Domenico weiter abwärts geht. Man gelangt auf eine Geländeerhebung im Tal des Cannavino, die Iovinise heißt und vermutlich auf einen alten Kultort zurückgeht. Darauf könnte der Name Iovinis hindeuten, der an Giove, also Jupiter erinnert. Auf dem Hügel gibt es Ruinen eines Turmes und einiger Häuser.
Man überquert nun den Cannavino und steigt auf der anderen Seite des Cannavino-Tals auf zur Straße bei Bosco di Rovito. Nun geht es (bisher) auf der Straße nach Cosenza weiter abwärts bis Guarassano.

Eine andere Möglichkeit: Man verlässt Celico in der Nähe der Kirche S. Maria Assunta bzw. dem Geburtshaus des Joachim von Fiore auf der Straße zum alten Bahnhof. Auf einer Brücke wird der Cannavino überquert. Die Straße führt dann unterhalb von Rovito vorbei, bis sie dann sich hinunter nach Bosco di Rovito wendet und nach Cosenza führt.

Kam man früher von Cosenza - Guarassano her und wollte in die Sila, dann teilte sich der Weg oberhalb der Stelle, wo der Cannavino sich mit einem Bach von Macchia her vereinigt, in zwei Richtungen: Zum einen führte er nach Spezzano Sila, Macchia di Spezzano Piccolo sowie nach Casole Bruzio, zum anderen führte er nach Celico und von dort aus in die Sila.

Der Weg war schon in griechisch-römisch-antiker Zeit begangen, das lässt sich an einigen gepflasterten Abschnitten festmachen, und vor allem an der antiken Brücke Ponte di Orlando, die aus römischer Zeit stammt.

 

 

 

 

Am alten Weg entlang waren mit Sicherheit einige Türme verteilt, die als Raststationen dienten, die aber auch als Orientierungspunkte und zur Weiterleitung von Nachrichten genutzt wurden, ein System, das die Griechen perfekt beherrschten. Von Turm zu Turm wurden per Feuersignal verschlüsselte Nachrichten übermittelt. Auf diese Weise konnte von Cosenza aus der Zugang zur Sila kontrolliert werden.

Der Weg erscheint in den alten Joachim-Biografien. In seiner Vita ist – nach seiner Rückkehr aus dem Heiligen Land – ausdrücklich von Guarassano die Rede, dem Quartier östlich von Cosenza, hier kommt er zunächst an, und es wird berichtet, dass an diesem Weg, in einem Obstgarten nicht weit von Celico - vielleicht in den heutigen Pianette di Rovito - Joachim sich mit seinem Vater getroffen und versöhnt habe. Bis zur Hälfte des 19. Jahrhunderts war dieser Weg die einzige Möglichkeit der Kommunikation zwischen Cosenza und den "Casali" genannten Orten auf der Höhe wie Rovito, Celico, Spezzano Sila und Spezzano Piccolo. Der erste Trakt der Staatsstraße 107, der von Cosenza nach Pianette di Rovito führt, wurde 1845 eingeweiht; und schon 1865 wurden die Arbeiten weitergeführt bis nach Spezzano della Sila.

Der alte Bahnhof von Celico
   
Iovinise  

b) Von Borgo Partenope nach Canale Pietrafitta

Anfahrt: Von Cosenza her folgt man der Strada Provinciale 219 und gelangt dabei nach Borgo Partenope, dem antiken Torziano.
Von hier führt der Weg über 7,2 km nach Pietrafitta, das südöstlich an der Strada Provinciale 217 liegt. Die erste Hälfte des Weges, von Borgo bis zur Kreuzung mit der Straße Pedace - Pietrafitta ist leicht zu finden. Der zweite Teil allerdings verläuft auf steilen Fahrwegen. Wer ihn gehen möchte findet hier Koordinaten für die Orientierung.

Verlauf:
Der Weg beginnt am zentralen Platz von Borgo Partenope. Hier stand die alte St.- Nikolaus-Kirche, die möglicherweise zu den Besitztümern Joachims gehörte, die sich entlang dem Weg von Cosenza in die Sila aneinanderreihten.

Von der Piazza aus nimmt man die die Straße, die zwischen die beiden Reihen von Gebäuden eindringt und beginnt aufwärts zu gehen. Man kann sich kaum verlaufen. Hat man die Piazza namens Pietro Negroni überquert, geht man auf der rechten Seite an einem Plätzchen mit einem öffentlichen Brunnen vorbei und benutzt dann die "silica", die Treppe die in den oberen Teil des Ortes führt.

Man geht weiter auf der nun ebenen Straße, entfernt sich allmählich vom bewohnten Gebiet und gelangt durch die Felder entlang des Hügels.

Auf diesem Abschnitt begegnet dem Wanderer die Kirche S. Maria, am Friedhof gelegen, und wenig später eine kleine Kapelle. Ist man auf dem Hügel angelangt bietet sich ein breites Panorama auf Sila und Pollino.

Von hier kann man praktisch alle Dörfer der cosentinischen Präsila ausmachen, und nach Süden schauend lässt sich Pietrafitta auf der Höhe erkennen, das Ziel des Weges: Die Kirche S. Martino di Canale, bekannt auch als S. Martino di Giove, in Grün gebettet.

Geht man nun 2 km weiter, kommt man an eine Kreuzung des Fahrwegs von Borgo und der Provinzstraße Pedace - Pietrafitta. Man wendet sich nach rechts und läuft für einen kurzen Moment, ca 20 m, auf der Asphaltstraße., die zum Berg hin ansteigt. Der Anstieg ist etwas steil, aber man wird an einigen Punkten mit einer herrlichen Aussicht auf das umliegende Tal belohnt. Geht man die Straße entlang, muss man auf zwei Kreuzungen achten. Während des Anstiegs kommt man tatsächlich an eine Stelle, wo sich die Straße gabelt, geradeaus geht es weiter aufwärts, rechts dagegen erweist sich die Straße durch ein Gitter blockiert, und diese rechte Straße muss man nehmen. Hat man das Gatter überwunden, geht die Straße normal weiter und und erstreckt sich bis zu einer weiteren Kreuzung  bergwärts bis zu einer weiteren Kreuzung. Auch in diesem Fall nimmt man die rechte Straße, die erlaubt den Weg abzukürzen.

 

 

 

Geht man weiter, kommt man an eine Verbreiterung, und nun ist auf dem Berg voraus die Kirche S. Martino di Giove zu sehen, inmitten der Natur und fern von aller Welt.

Nun verschlechtert sich der Weg für einen kleinen aufsteigenden Abschnitt, aber wenn man dies überwunden hat, nimmt man wieder den normalen Weg und kommt bald ans Ziel. Ein ganz beeindruckender Ort, von schöner Landschaft eingesäumt, mit der unlängst renovierten mittelalterlichen Kirche S. Martino di Giove. An diesem Ort fand Joachim von Fiore seine erste Grabstätte, während er auf die Renovierungsarbeiten und die Umgestaltung des Gebäudes in ein florensisches Kloster wartete.

(übersetzt aus: https://esplorazionicosentine.wordpress.com/2017/04/30/il-cammino-di-gioacchino-borgo-canale/)

Tour mit dem E-Bike von Celico nach San Martino in Canale, im Vordergund Mario, der den Schlüssel für die kleine Kirche verwaltet und auch viel über den Ort erzählen kann. (E-Bikes können ausgeliehen werden bei Bed&Bikes La Meridiana in Celico.)

   
2. Wandern von Soveria Mannelli bis Castagna - S. Maria di Corazzo - Carlopoli

Anfahrt:
Man kann mit dem Zug der Ferrovie della Calabria von Catanzaro nach Soveria Manelli fahren.
 


Verlauf:
Der Weg beginnt am Bahnhof in Soveria Mannelli, einem der Hauptorte an der Bahnlinie Cosenza - Catanzaro. Hier folgt man der außer Betrieb gestellten Eisenbahntrasse Richtung Nordosten. Nach zweieinhalb Stunden erreicht man die Abbazia S. Maria di Corazzo, die Joachim von Fiore gegründet hat. Dazu verlässt man die stillgelegte Bahnlinie vor dem dritten Tunnel in südöstlicher Richtung.
Übernachtung:
In Castagna gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit.
In Carlopoli gibt es eine Jugendherberge. Von hier lässt sich über die Sila-Hochebene weiterwandern.

   

3. Wandern von S. Maria di Corazzo /Carlopoli über Tirivolo nach San Giovanni in Fiore

Von Cagno /Castagna  nach San Giovanni in Fiore
In Cagno lässt sich übernachten.
Von Cagno geht es nach Ceraso, weiter nach Jure Vetere (Ruinen des ersten von Joachim gegründeten Florenserklosters). Zu Fuß nach San Giovanni in Fiore, Abteikirche Abbazia Florense.

 

 

Entfernungen: S. Maria di Corazzo - Tirivolo 26,65 km, Tirivolo - San Giovani in Fiore 28,5 km

Variante: Von S. Maria di Corazzo/Carlopoli nach San Giovanni in Fiore über Lorica

   

4. Wandern auf den Spuren von Joachim von Fiore im Reventino

Nocera Marina - Savuto (alte via Popilia)- Ponte del Soldato zwischen Martirano und Martirano Lombardo - Conflenti - Decollatura

Verlauf: Ausgehend vom alten Martirano steigt man aufwärts Richtung Conflenti mit der Basilica Maria Santissima delle Grazie della Quercia di Visora. Im Zentrum von Conflenti geht es aufwärts nach Quercuola, wo am 7. Juni 1578 die Madonna zum ersten Mal erschienen sein soll. Beim Weitergehen kommt man auf den Monte Reventino. Man wandert weiter durch Marignano, kommt durch die Gemeinde Motta Santa Lucia und erreicht dann Adami in der Gemeinde Decollatura.  In Adami endet der Weg bei Cerrisi di Decollatura und stößt dort auf den Wanderweg, der von Lamezia Terme herkommt. Auf ihm kann man nach Carlopoli und zur Abbazia di Corazzo weiterwandern.


 

 

 

Länge und Zeitdauer: Insgesamt umfasst diese Wanderung 45 km. Für die Wanderung wird eine Dauer von 2 Tagen vorgeschlagen. Am ersten Tag bis Conflenti, am zweiten Tag überwiegend entlang der alten Bahnlinie. Betreut wird der Weg von Conflenti Trekking und Progetto Gedeone.

   

5. Wandern von Celico nach San Giovanni in Fiore

Im Juli 2016 wurde von einigen Initiativen mit Unterstützung durch die Region und dem Zentrum für Joachim-Studien in S. Giovanni in Fiore folgende vierteilige Route durchgeführt, die einen stärkeren Akzent auf Orte im oberen Crati-Tal südöstlich von Cosenza legt.

Tag 1 Celico (Geburtshaus von Joachim von Fiore) – Pedace (an der Bahnlinie Cosenza - Rogliano)  - San Martino di Canale / Pietrafitta (Sterbeort von Joachim von Fiore) – Convento S. Francesco di Paola in  Pedace   15 km – Höhenunterschied 250 Meter

Tag 2 Località/Ortschaft Craticello di Aprigliano - Monte Cristo – Romitorio Ceci –  frazione/Ortsteil Quaresima di Aprigliano, 11 km – Höhenunterschied 380 Meter. (Zur Gemeinde Aprigliano gehört im Ortsteil Canale die Kirche San Martino in Giove, wo Joachim starb.)  

 

 

 

 

 

Tag 3 Frazione/Ortsteil Pino Collito di Aprigliano – Torre Scardo – Località/Ortschaft Nocelle – Case dei Rossi, 13 km  

Tag 4 Località/Ortschaft Ceraso – Jure Vetere -  Abbazia/Abtei Florense/San Giovanni in Fiore,  11 km   Höhenunterschied 200 Meter 

   

6. Wanderung zu den Resten des Klosters Iure Vetere (Fiore Vetere) ca 10 km von San Giovanni in Fiore entfernt

Bevor die Abtei im heutigen San Giovanni in Fiore um 1220 gegründet wurde, baute Joachim von Fiore einen Konvent rund 10 km vom heutigen San Giovanni in Fiore entfernt in den Wäldern der Sila. Diesen Konvent nannte er Iure Vetere (Fiore Vetere, die "ältere Blume").

Mit dem Auto:

Man erreicht diese Anlage, wenn man von San Giovanni aus die SS (Staatsstraße) 107 Richtung Cosenza nimmt und nach wenigen Kilometern zur ESSO-Tankstelle auf der rechten Straßenseite gelangt. Auf der Höhe der Tankstelle zweigt auf der anderen Straßenseite ein Sträßchen ab, das nach rund einem Kilometer mit einer Brücke das Flüsschen Arvo überquert.

 

 

 

 

Man nimmt dann die erste richtige Straße, die nach rechtsabzweigt und erreicht nach ca 2,5 km eine Stelle, wo sich auf der linken Seite der Straße auf einer Weide die Reste des Klosters Iure Vetere finden lassen. Momentan ist der Zugang durch Stacheldraht versperrt, der sich aber am Boden kriechend überwinden lässt. Man kann den Grundriss der Kirche und der beiden Seitenkapellen links und rechts erkennen.

Zu Fuß:

Man fährt von San Giovanni in Fiore aus auf der Staatsstraße 107 Richtung Cosenza bis zur Ausfahrt nach Lorica und Lago Arvo. Bei der Ausfahrt fährt man auf die andere Seite der Straße SS 107, und kurz bevor man in der Gegenrichtung wieder auf die Straße kommt, geht rechts ein kleiner Fahrweg ab zum Bahnhof Torre Garga der - noch nicht wiedereröffneten - Bahnlinie Camigliatello - San Giovanni in Fiore. Hier beginnt mit einem Hinweisschild der Wanderweg nach Iure Vetere. Er führt am Bahnhof vorbei über die Bahngleise, dann abwärts in das Tal des Flüsschens Garga, nach Überqueren der Brücke vorbei an vielen Gemüsefeldern aufwärts zum Wald. Der Weg ist (zumindest 2019) sehr gut ausgeschildert, führt durch Wald, vorbei auf halber Strecke an einem Bach mit Picknickplatz, und hat wirklich Premium-Qualitäten. Man erreicht Iure Vetere von oben her, im letzten Abschnitt auf dem kleinen Sträßchen, das an Iure Vetere vorbeiführt.

Ein weiterer Wanderweg, der die Abtei von San Giovanni in Fiore direkt mit Iure Vetere verbinden soll, ist in Planung.

Die Bahnlinie San Giovanni in Fiore - Camigliatello, an der die Station Torre Garga liegt, soll wiedereröffnet werden. Bis 2019 hat sich allerdings noch nichts getan.

   
 


 

 

 

 

 

 


CAMMINO DI GIOACCHINO


Ein großer Wanderweg mit mehrtägigen Wanderungen auf den Spuren des Joachim von Fiore ist in Planung. Er soll Lamezia-Terme mit San Giovanni in Fiore verbinden. Der Weg soll aus überschaubaren Tagesetappen bestehen und ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Dabei bietet sich vor allem die zunehmende Zahl von Agriturismi auf der Strecke an, z.B. in Castagna, Carlopoli usw.

Die Nord-Route

Ausgangspunkt ist Lamezia Terme, die Kirche S. Maria Veterana genannt, nahe dem staufischen Castello Svevo, oberhalb der Altstadt von Nicastro, deren Entstehung die Legende mit einer Tochter Friedrichs des II in Verbindung bringt. Nach rund 25 km erreicht man den Paso d'Acquavona, Übernachtung und  Verpflegung im Agriturismo 2T. Bis Carlopoli wären es 27 km und 6 Stunden.

Am nächsten Tag erreicht man zunächst die Ruinen der Abtei S. Maria di Corazzo und zieht weiter nach Bocca di Piazza, ein Ortsteil von Parenti. Nach rund 32 km Wanderung gibt es dort Übernachtung und Verpflegung

Der dritte Tag führt nach Lorica, dem Sitz der Verwaltung des Sila-Nationalparks, dort nach 23 km Übernachtung und Verpflegung.

Am vierten Tag erreicht man nach 23 km Tagesetappe San Giovanni in Fiore.

(Karte: Progetto Gedeone)

Die Süd-Route

Ausgangspunkt ist Lamezia Terme, Kirche San Giovanni Battista. Man wandert 19,5 km bis Carlopoli/S. Maria di Corazzo. Übernachtung in Carlopoli (Jugendherberge)

Die zweite Etappe führt 26,5 km von Carlopoli nach Tirivolo(Sicht auf beide Meere).

Die dritte Etappe führt von Tirivolo nach 28,5 km nach San Giovanni in Fiore.

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Zahlreiche Vereine und Organisationen, auch das Studienzentrum Joachim von Fiore in S. Giovanni in Fiore, sind an der Planung des Weges beteiligt. Außerdem wirken mit die Bürgermeister*innen der interessierten Städte und Gemeinden sowie die Verwaltung des Sila-Nationalparks.
Um alle wichtigen Orte von Joachims Wirken alle zu erreichen, wird es wohl einige Seitenwege geben.