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Carmine Abate:

La Felicità dell'Attesa

ISBN 9788804658030
360 Seiten
€ 19.- (im italienischen Buchhandel)
(ca € 24.- über ITAL LIBRI München inkl. Versand)
Das Buch liegt bisher nur in italienischer Sprache vor.

 




 

 

 

 

 


 

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Seit Oktober 2015 gibt es das neue Buch von Carmine Abate, dem bekanntesten kalabresischen Autor der Gegenwart.

Übersetzung des Klappentextes: 

"Der erste, der fortging, war Carmine Leto, der Großvater väterlicherseits, dessen Name ich trage." So beginnt Carmine Abate seine neue Saga, die vier Generationen der Familie Leto umfasst, sich über mehr als ein Jahrhundert Geschichte und drei Kontinente erstreckt. La collina del vento war die Geschichte einer Familie, die bleibt und widersteht, La felicità dell'attesa dagegen erzählt - aktueller denn je - die Schicksale derer, die die Ufer des Mittelmeers hinter sich ließen, um ihr Glück woanders zu suchen und nach "Merica Bona" gingen: Einem harten und zugleich märchenhaften Land, mit Staub und Wolkenkratzern, Herausforderungen und Triumphen.

Und hier in den Staaten geschah es, dass ein Junge aus  dem Carfizzi - dem mythischen Hora von Abate, bewohnt vor allem von Familien, die albanische Wurzeln haben - weltberühmter Bowlingmeister wurde: Andy "der Grieche" Varipapa. Er wird Mentor und Freund von Jon Leto, dem Mann, der drei Male nach Amerika ausreist: Wegen einer familiären Rachegeschichte, dann aus Liebe und schließlich wegen Arbeit. In Los Angeles wird Jon - dank Andy - eine junge Frau kennenlernen, die von einer magnetischen Anziehungskraft zu sein scheint, so wie auch das berückende Muttermal auf ihrer linken Wange: Norma Jeane, noch nicht unter dem Namen bekannt, der sie später zum Mythos machen wird...

Carmine Abate erweckt ein grandioses Epos zum Leben. Es spielt zwischen Italien und der "großen weiten Welt", gräbt in unserer kollektiven Erinnerung und erzählt uns von couragierten Männern und Frauen, vom Stammvater der Familie, Carmine Leto, seiner amerikanischen Frau, vom Sohn Jon und schließlich vom Enkel Carmine - er ist der Erzähler, der den geheimen Spuren des Vaters folgt; angefangen bei der harten Arbeit in den Bergwerken des Mittelmeerraums bis hin zu den Hoffnungen auf Erlösung im "gelobten Land" jenseits des Ozeans, von den außergewöhnlichen Frauen der Vergangenheit bis hin zu denen von heute wie Lina Leto, unruhig und rebellisch, und ihrer Tochter Lucy, die in unseren Tagen gegen alle Erwartung ins Dorf zurückkehrt, um die eigenen Wurzeln wieder zu entdecken.

Auf den Seiten des Buches nimmt ein erzählendes kollektives Nachforschen Gestalt an, das den raschen Schritt eines Krimis hat - und wirklich um das Geheimnis eines zu vergeltenden Todesfalls kreist - gehalten in einer reichen Sprache, treu der sinnlichen, mit Leben gefüllten Mischung, die schon immer die Prosa von Carmine Abate charakterisiert, in einem drängenden kinematografischen Rhytmus. Vor allem ist das Buch eine passionierte Fabel über Ausreisen und Heimkehren, über Risse und unterschwellige Verbindungen zwischen den Generationen, über Zeiten des Lebens und über die Liebe, die Kraft hat, den Tod zu überleben.
(Übersetzung: Thomas Raiser)       

 

 

 

 

 



 

 


Nach "Il bacio del pane" war ich gespannt auf das neue Buch von Carmine Abate. Es ist ganz anders und doch vertraut. Es atmet den Stallgeruch eines kalabresischen Dorfes und führt zugleich mit den Auswanderern in die neue Welt. Es gelingt Carmine Abate, diesen Spagat in einer spannenden Familiensaga glaubwürdig zum Ausdruck zu bringen.

Durch kalabresische Orte spazierend, zeigten mir ortskundige Freunde immer wieder die Häuser der "'Mericani", der Auswanderer, die vor allem in Nordamerika ihr Glück suchten und mit ihrem hart verdienten Geld zu Hause in Kalabrien stattliche Häuser bauten. Und das alles noch bevor die große Auswanderungswelle nach Deutschland und in die Schweiz in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts stattfand.

"La felicità dell'attesa" erzählt die Geschichte einer solchen Familie. Mehr dazu im Klappentext rechts oben.

Von diesem Roman sagt Carmine Abate selber: 70 % sind autobiografisch, 30 % sind Erfindung.
(Patrizia La Daga)