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Catona 2014

Eine Legende erzählt, der heilige Franz von Paola habe auf seinem Mantel stehend die Überfahrt über die Meerenge zwischen Kalabrien und Sizilien bewältigt, zusammen mit einem Mitbruder, weil den Mönchen von dem Schiffer Pietro Coloso die (kostenlose) Passage verweigert wurde. 2014 begehen die Freunde des Franz von Paola den 550. Jahrestag dieser wundersamen Begebenheit.

Von Reggio di Calabria aus fahre ich mit der halbstündlich verkehrenden Schnellbahn nach Norden Richtung Villa San Giovanni, die nach rund 20 Minuten Catona erreicht. Catona ist ein kleiner Ort mit Badestrand. Zehn Minuten Fußweg bringen mich an die Hauptverkehrsstraße. Auf Nachfrage finde ich an dieser Straße nach wenigen hundert Metern die Kirche San Francesco di Paola mit dem Paulanerkonvent.

 

Das ist die Kirche der Paulaner in Catona, von wo aus Franz gestartet sein soll. Catona liegt zwischen Reggio di Calabria und Villa San Giovanni. Die Kirche ist wegen Renovierung geschlossen, und wie zufällig treffe ich einen Mann in Jean uns Pullover. Es ist Padre Giovanni Cozzolino. Pater Giovanni Cozzolino ist Paulaner, war für ein paar Jahre Seelsorger in Catona, jetzt in Corigliano, und hat zu dem Jubiläum ein Büchlein verfasst, in dem in it. Sprache zu lesen ist, was die Legende von der Überfahrt auf dem Mantel für heute bedeuten könnte.  
 

Also gehe ich von der Kirche hinunter zum Meer, im Hintergrund die Küste von Sizilien

Boote gäbe es heute genügend, Franz
bräuchte nicht mehr auf seinem Mantel hinüberfahren ..
 
 
Auch der örtliche Segelclub würde sich wohl nicht weigern, Franz mit hinüber nach Sizilien zu nehmen ...  

Dann, auf einem Landvorsprung, sehe ich das Denkmal: Franziskus von Paola, auf seinem Mantel stehend, den er zugleich als Boot und Segel benutzt, zusammen mit einem Mitbruder. "Dein Mantel hat zu viele Löcher, da kommt das Wasser durch! Nimm doch meinen Mantel!" soll der Bruder gesagt haben. Aber Franz von Paola besteht auf seinem eigenen, durchlöcherten Mantel.

Jedenfalls erinnert ein imposantes Denkmal in Catona an den denkwürdigen Moment.

   
 
Und zu Füßen des Denkmals ist an der schmiedeeisernen Tür das Leitmotiv des Franz von Paola eingearbeitet:
Charitas (Liebe)
Was Denkmal und Legende bedeuten könnten
Die offenen Arme - offen für das Neue, für die Zukunft. Franz von Paola geht zum ersten Mal aus seiner Heimat Kalabrien heraus, gründet dort in Sizilien, in Milazzo, den ersten Konvent. Er weiß, dass ihn ein frischer Wind vorwärtsträgt, Bild für den Geist, der ihn und seine Gemeinschaft vorantreibt. Die Legende bringt zugleich das grenzenlose Vertrauen des Franz von Paola zum Ausdruck: "Wer Gott liebt, für den ist alles möglich.".
 

 

Fotos zu den Feierlichkeiten zum Jubiläum bei Demetrio Guzzardi