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San Nicodemo

Es wird angenommen, dass der griechische Mönch S. Nicodemo in Cirò um 950 n.Chr. geboren ist. Möglicherweise ist er aber in dem Ort Sicari oder Sicri, einer heute unbewohnten Siedlung bei Melicuccà/nahe Reggio Calabria geboren. Jedenfalls wird in Cirò noch heute das Geburtshaus gezeigt mit den Handabdrücken des jungen Nicodemo.

Wie viele junge Christen seiner Zeit wollte Nicodemo Mönch werden. Doch der Meister den er auswählte, S. Fantino der Jüngere, der auch spiritueller Begleiter und Lehrer von S. Nilo von Rossano war, wies ihn zurück, weil er ihm die Belastungen des Mönchslebens noch nicht zutraute. Schließlich wurde er doch zugelassen und durfte im Mercurion (einem Ort blühenden griechisch-basilianischen Mönchtums im Pollino-Gebirge ab dem 6. Jahrhundert) leben. Von dort musste er - ebenso wie S. Nilo von Rossano - vor den Sarazenenangriffen fliehen.

Er begab sich in das neu entstehende Kloster auf dem Monte Kellerana, im Gebiet von Mammola, bis zu seinem Tod um 990. Das Kloster bestand bis 1501, als die Reliquien nach Mammola übertragen wurden. Sein Fest wird in Mammola am 12. Mai gefeiert (Tag der Geburt) und dann am 12. März im Gedenken an seinen Tod. Jedes Jahr kommt eine Delegation aus Mammola nach Cirò, um die Verbindung zu San Nicodemo aufrechtzuerhalten.

 

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In Mammola und Cirò erzählt man sich folgende Legenden von S. Nicodemo:

S. Nicodemo war ein Kind armer Eltern. Einmal gab es nichts zu essen daheim. Die Mutter jammerte: Hätte ich doch nur ein Schwein zum Schlachten, dann ginge es uns gleich viel besser! Der junge Nicodemo konnte das Jammern nicht länger mit anhören, nahm eine Schnur und ging in den Wald. Wenig später kommt er zurück mit einem lammfrommen Wildschwein an der Leine .

S. Nicodemo ist mit dem Vater arbeiten gegangen, hinaus aufs Feld. Es ist heiß, und der Vater schickt den Jungen Wasser holen, denn Wein kann sich die Familie nicht löeisten. Nicodemo geht brav und füllt die Flasche mit Wasser. Als der Vater den ersten Schkluck nimmt, staunt er nicht schlecht: Die Flasche ist voll köstlichen Weines.

Bei der Kirche in Cirò lagen große Steine herum. Damit spielte der kleine Nicodemo. Doch welches Wunder, als die Leute seine Fingerabdrücke auf einem der Steine erkannten! Der Stein mit den Fingerabdrücken wird noch heute in der Kirche S. Nicodemo in Cirò aufbewahrt

(Weiteres bei Wikipedia auf it.)

 

 

 

 



 

links: Kirchlein
von S. Nicodemo

Rechts: Tafel an dem Haus, in dem die Statue des Heiligen aufbewahrt wird