
76 Wanderungen durch die
Sila Greca
Einführung
und Erklärungen
Auf den Spuren von .....
Wer den Boden der Sila Greca bzw. der Ionischen Küste mit den eigenen Füßen begeht, der wandert auf den Spuren unzähliger Menschen vieler Jahrhunderte – Menschen unterschiedlicher kultureller Ursprünge,
verschiedenen Glaubens, friedliche und kriegerische, Bedränger und Freiheitssuchende, Wohlhabende und Arme.
Auf den kleinen Wegen zwischen den griechischen Städten an der Küste des Ionischen Meeres und dem Vorgebirge treiben die griechischen Siedler Handeln mit den Bruziern, die auf den Höhen wohnen.
In der Sila Greca wandern heißt auch: auf den Spuren der Soldaten Roms und der karthagischen Krieger Hannibals gehen. Viele Wege zwischen den Dörfern verdanken wir den griechisch - basilianischen Mönchen, die mit den Byzantinern ins Land kommen und die viele Jahrhunderte mit der einfachen Landbevölkerung zusammen im kargen Vorgebirge leben, die sie an ihrem spirituellen Reichtum teilhaben lassen.
Wandern in der Sila Greca bedeutet auch, die Wege der Bauern und Hirten durch Wälder und Berge zu gehen. Sie mussten oft weit unterwegs sein, um grüne Weiden für ihre Herden auf der Silahöhe zu finden oder zu ihren entlegenen Feldern zu gelangen.
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Die Wege der Sila Greca sind oft Fluchtwege: Auf ihnen eilten Frauen und Kinder ganzer Küstendörfer hinauf in den Schutz der Berge, wenn sie vor den vom Meer her anrückenden Sarazenen und Piraten zu entkommen suchten. Es sind die verborgenen Wege der Briganten und Freiheitskämpfer in ihrem Kampf gegen die fremde Obrigkeit, aber auch der schmerzliche Weg der Emigranten zur Küste, um ins ferne Amerika zu gelangen.
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Und dann sind da die Wege in die Natur, begangen nur durch Fischer, Jäger, früher insbesondere Vogeljäger, entlang der Flüsse und Bäche, die vor allem im Frühjahr reich an Wasser sind, Wege durch karge, von der
Erosion zerfressene Hänge, durch Pfade voller Kräuterduft, durch sonnenbeglühte kahle Hügel.
Heute sind es die Spuren der Naturschützer und der Naturliebhaber; sie haben die Wege der Sila Greca als Naturparadies entdeckt.
Wichtige Hinweise
Die Wegbeschreibungen sind teils vom Autor selbst begangen und erprobt, teils aus italienischsprachigen Wegbeschreibungen ohne eigene Überprüfung übersetzt. Es wird keine Gewähr für die Richtigkeit der Beschreibungen übernommen. Da die Wege bis auf einige Wege im Nationalpark nicht markiert sind, ist eine Planung und Orientierung anhand der Karten des Istituto Geografico Militare (IGM) Florenz oder
anderer geeigneter Karten unbedingt notwendig. Außerdem müssen für größere und anspruchsvolle Wanderungen die üblichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden:
Nachricht über Weg und Ziel hinterlassen, Erste-Hilfe-Ausrüstung, Kleidung, Sonnenschutz, Verpflegung, u.U. Handy für Notruf.
Linienbusverkehr
Zwei Busunternehmen bestreiten fast den gesamten Busverkehr in der Sila Greca und darüber hinaus:
IAS Impresa Autolinee Scura mit Sitz in Corigliano deckt Rossano sowie Richtung Corigliano und Cosenza und zu den albanischen Orten ab.
Romano mit Sitz in Crotone fährt den Linienverkehr von Rossano Richtung Süden, gerade auch in die Dörfer bis Bocchigliero und Campana, aber auch die ganze Provinz Crotone.
http://www.saj.it/autolineeregionali.htm deckt eher die Ionische Küste Richtung Norden und den Pollino ab.
Quellen
Für ihr Einverständnis für die Übersetzung und Präsentation ihrer Wegbeschreibungen danke ich Francesco Bevilacqua, Il Parco Nazionale della Sila, Soveria Manelli 1999
Weitere Quellen:
Lorenzo Cara, Präsident des Club Trekking Rossano, unter Mitarbeit von Dolores Fullone und Tonino Caracciolo, auf der WebSite des Centro Cartografico di Calabria
WebSite Calabriaonline.it
Geführte Wanderungen
Wanderreisen in Ostkalabrien bieten an:
Peter Amann (http://italien-aktiv.info/cms/)
Hans Bausenhardt (z.B. bei www.skr.de)
Touren können aber auch durch örtliche Agenturen organisiert werden z.B. durch die Trekking-Agentur in Longobucco; Piazza Matteotti, tel 0983 71076 (ital.)
oder den Club Trekking Rossano Sig. Leonardo Cara, Piazza Alcide de Gasperi, 33, tel 0983 512902 oder 338-7745931(ital.)
Wanderkarten
Die Karten des Istituto Geografico Militare IGM (Maßstab 1:50000 und 1:25000) sind erhältlich in Cosenza bei der Cartoleria Ruffolo, Via Livenza 14, tel. 0984/20370, in Catanzaro bei der Libreria Pullano in der via Pio X, 146 tel. 0961/701255, oder beim IGM in Florenz, viale F. Strozzi, 14,
tel. 055/287899. Inzwischen lassen sich die Karten auch bequem online bestellen und mit Kreditkarte bezahlen. Bei der online-Registrierung als Kunde gibt es ein paar Hürden, die telefonisch mit dem Istituto bereinigt werden können (in it. oder engl.), doch dann klappts ganz gut.
Zum Umgang mit aufdringlichen Hunden
Landwirtschaftliche Anwesen sind häufig nicht von den Besitzern bewohnt; die Eigentümer wohnen meist im Ortszentrum. Für die Sicherheit zuständig sind die Hunde, die einen ganz schön erschrecken können. Soweit die Hunde hinter Zäunen sind, ist das ein kleineres Problem.
Wenn sie allerdings frei herumlaufen, so muss man sich mit ihnen auseinandersetzen. Im Falle, dass sie nicht zurückgerufen werden, hilft es, andeutungsweise einen Stein aufzuheben. Schon wenn man sich dazu bückt, schrecken die Hunde meist zusammen und ziehen sich zurück.
WANDERUNGEN
Wanderungen
um Rossano
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| Stadt
Rossano |
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Rossano
verkörpert mit
den zahlreichen kleinen Oratorien und Grotten und
seiner einmalig exponierten Lage auf dem roten Tufffelsen die
byzantinische Epoche in besonderem Maß. Es liegt nahe,
die Wege der basilianischen Mönche nachzuspüren, die
zwischen ihren Grotten und den kleinen Kirchen unterwegs waren.
Ihr einfaches Leben teilten sie mit den Bewohnern des römisch
gegründeten Roscianum.
Rundgänge bietet die Neilos-Kooperative am Domplatz. |
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A 1 |
„Die
Byzantinische“ - Stadtrundgang in Rossano / Centro Storico
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Nordwestlich
von Rossano Richtung Corigliano/Patirion |
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Der
Nordwesten von Rossano hat als seinen geistigen und künstlerischen
Mittelpunkt die Kirche S. Maria dell Patir. An exponierter
Stelle im Wald gelegen ist sie Ausgangspunkt für Spaziergänge
und Wanderungen. Ihre Lage im Wald verbindet byzantinische
Geschichte und Religiosität mit Naturerfahrung. |
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| Südwestlich
von Rossano |
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Die
Wege südwestlich von Rossano führen allmählich
aus dem Dunstkreis der Stadt hinaus, zunächst über
kultiviertes Land hinein in die Ursprünglichkeit der
Natur.
Celadi und Colognati sind beide im Unterlauf mit Feldern und
Plantagen belegt und werden im Oberlauf zum Naturerlebnis.
Das Kirchlein S. Onofrio steht für die alte Tradition
der Transumanz/ Wanderhirten-Wirtschaft einerseits und die Einsiedelei
als Lebensform griechisch-basilianischer Mönche andererseits.
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Parco
Nazionale della Sila
Die Wanderwege im
Nationalpark gehören zu den wenigen markierten Wanderwegen im Bereich
der Sila bzw. Sila Greca. Der Nationalpark ist geprägt von der
Sila-Hochebene mit ihrer typischen Bewachsung mit Pino Laricio und den
Seen, insbesondere dem Lago Cecita.
Die Wegbeschreibungen
in den verschiedenen Quellen sind unterschiedlich numeriert; es empfiehlt
sich, sich vor Ort zu vergewissern, welche Nummern die einzelnen markierten
Wege im Parco Nazionale haben.
Die Bergorte
Longobucco und Bocchigliero
Die Orte Bocchigliero und Longobucco bilden den Übergang
zwischen dem Vorgebirge und dem Sila-Nationalpark. Ihre Lage und ihre
Eigenart rechtfertigt, sie besonders zu betrachten.
Küste und Vorgebirge
Das karge Vorgebirge
mit seinen schier endlosen Olivenpflanzungen steht zu Unrecht zurück,
wenn es ums Wandern geht. Die Verbindung von Berg und Meer bietet immer
neue Ein- und Ausblicke. Die Kargheit der Landschaft wird aufgewogen
durch die herzliche Freundlichkeit der Bewohner.
Sibari-Ebene
Wo in der Antike eine blühende griechische Stadt
pulsierte, lässt es sich heute wandern durch endlose Orangenplantagen.
Thematische
Wanderungen